Worms Half-Life

WormsHL Beta 1.3 - Bericht

Als Erstes wollen wir folgende entscheidene Frage klären: Was ist WormsHL überhaupt?

WormsHL ist eine Modifikation des Action-Hits Half-Life. Um es spielen zu können benötigt man also die Vollversion dieses Produktes. Deshalb ähnelt es dem Ego-Shooter in einigen Sachen natürlich sehr, z.B. steuert man seinen Wurm aus der Ich-Perspektive in einer 3D-Umgebung, die mit der Half-Life Engine (welche der Quake 1 - Engine entspricht) gestaltet wurde. Die Texturen wurden aber an die Worms-typische Comicgrafik angepasst. Die Soundeffekte wurden teilweise aus HL übernommen, jedoch wurden auch viele aus Worms und auch eigene (französische) Sounds hinzugefügt. Spielen kann man WormsHL bisher nur im Multiplayer-Modus im LAN oder im Internet. Dabei sieht man die gut gestalteten Gegenspieler als Würmer aus dem 1. Teil der Worms-Reihe. Diese sind allerdings nicht besonders gut animiert. Lustig anzuschauen ist es trotzdem.

Wenn man sich entscheidet zu hosten, kann man sich eine der 31 (in Worten einunddreißig) Maps aussuchen, die alle sehr unterschiedlich und abwechlungsreich gestaltet sind. Allerdings spielt man nicht, wie bei Worms üblich auf Inseln oder in einer Höhle, sondern z.B. in einer Küche, im Badezimmer oder auf der Boing747. Um es deutlich zu machen, dass man ein Wurm ist sieht man die Umgebung natürlich nicht so, wie ein Mensch. Objekte, wie Tische, Stühle etc. sind so groß, dass man nach oben gucken muss, um die obere Hälfte zu sehen. Wenn man das Verlangen hat auf ein solch großes Objekt hinaufzukommen ist dies meistens durch ein paar Sprungeinlagen auf extra zu diesem Zweck errichteten Objekten, wie Leitern, durch auf manchen Maps herrschende niedrige Schwerkraft oder durch Teleporte möglich. Die Maps bestehen jedoch nicht nur aus Objekten, Landschaft und den darauf rumhüpfenden Würmern, sondern es sind auch an verschiedenen Stellen Minen und Fässer verteilt. Die Minen explodieren leider sofort, wenn man darauf tritt und die Fässer fliegen bei Beschuss nur in die Luft und hinterlassen kein Feuer, wie bei dem originalen Worms. Auf einigen Maps gibt es auch Wasser, in das man lieber nicht fallen sollte, da man sonst explodiert!?

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Worms Half-Life Screenshot Worms Half-Life Screenshot Worms Half-Life Screenshot

Nun aber zum Spielverlauf: Nachdem man sich für eine Map entschieden hat und seinem einzigen Wurm einen Namen gegeben hat kann es losgehen. Mehr Einstellungen sind, außer Grafik-, Audio- und Controlleroptionen, nicht möglich, man kann sich also keine eigenen Modi zusammenstellen. Mit Enter wählt man im Spiel ein Team. Man hat die Wahl zwischen blau oder rot. Als nächstes fällt einem sofort auf, dass WormsHL tatsächlich rundenbasierend ist, sprich man hat 25 Sekunden pro Zug Zeit seinen Gegner zu attackieren. Wenn der Gegner dran ist kann man sich zwar umgucken, mehr aber auch nicht. Während des Zuges sollte man versuchen die Kisten und Healthpacks, die am Anfang eines Zuges an verschiedenen Stellen der Map auftauchen, zu schnappen, damit man nicht so schnell das Zeitliche segnet. Passiert dies, hat man übrigens nicht sofort verloren. Erst wenn 20 "Frags" erzielt worden sind, ist das Spiel zu Ende. Ein einzelner Zug ist dann beendet, wenn man eine Waffe benutzt hat, nicht jedoch, wenn man tief gefallen ist. Dabei verliert man nur Energiepunkte. Um seinem gegnerischem Team einzuheizen stehen einem insgesamt 12 aus Worms bekannten Waffen zur Verfügung, die man teilweise nur durch Kisten bekommt. Die Standartwaffe ist der Baseballschläger, die den Gegner durch die Luft fliegen lässt. Dann gibt es noch die Bazooka, Granaten, Clusterbomben und Molotov Cocktails, bei denen man die linke Maustaste gedrückt halten muss, um die Schusskraft einzustellen. Hier entarnt sich das größte Manko des Mods: es gibt keinerlei Windeinfluss. Dies ist wirklich sehr schade, da der Wind bei Worms normalerweise eine sehr große Rolle spielt. Bei den Granaten kann man die Zeit, bis sie explodieren sollen zwischen 1 und 5 Sekunden mit der rechten Maustaste variieren. Zielen ist allerdings sehr schwer möglich, da es nicht leicht ist, die Stärke einzuschätzen. Weitere Waffen sind die Shotgun, mit der man zwei Schüsse pro Zug hat, das Dynamit, das Schaf, welches gut gelungen ist und bei erneutem Betätigen der linken Maustaste explodiert, und eine Waffe, die vom Effekt her mit dem Stinktier aus Worms vergleichbar ist. Beim Benutzen dieser Waffe niest der Wurm und verteilt somit Nasenschleim, der den Gegner krank macht. Ein Interzeptor macht es möglich, dass man durch das Anvisieren eines Wurmes dessen Platz einnimmt, während dieser den vorigen Platz bekommt, den man selber hatte. Es steht auch Kamikaze zur Auswahl, was aber eher weniger sinnvoll ist, da man dadurch ja seinen eigenen Wurm tötet und das gegnerische Team einen Frag erhält. Ein sehr lustiges, auch aus Worms bekanntes Feature, ist das Jetpack. Dabei kann man eine Zeit lang über die Maps fliegen, was zum Einen Zeit spart und zum Anderen die Möglichkeit bietet in Regionen vorzustoßen, die man sonst nicht betreten kann (davon gibt es allerdings wenig). Die Maps sind zum Glück nicht zu groß und man hat immer den totalen Überblick, so dass man den Gegner (fast) immer aufspüren kann.

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Worms 2 Screenshot Worms 2 Screenshot Worms 2 Screenshot

Fazit

Bevor man voreilige Schlüsse zieht, sollte man bedenken, dass WormsHL noch in den Kinderschuhen steckt. Die getestete Version war nämlich erst die Beta 1.3 und es sind noch viele weitere Updates geplant. So sind folgende Features geplant: Laut der offiziellen Webseite sind erst 2% des Mods fertig! Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten.

Wer allein trainieren möchte kann sich bei uns Bots (computergesteuerte Gegner) für WormsHL downloaden. Also, auch wenn keiner auf den Servern ist, ist für Spielspaß gesorgt. Neue Maps wird es mit Sicherheit auch geben.

Meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall WormsHL mal Probe zu spielen, da es mit mehreren im Team jetzt schon richtig Spaß macht. Außerdem hat man sich wirklich viel Mühe mit diesem Mod gemacht, die Maps sind liebevoll gestaltet und die Waffen sind auch lustig gemacht. Leider gibt es noch einige Mankos, so ist das Zielen noch nicht ausgereift und der fehlende Windeinfluss ist auch sehr schade. Es ist zudem nicht sichtbar, wo eine Kiste oder ein Healthpack landet, so dass man erstmal wertvolle Zeit vergeuden muss, um eine Kiste in seiner Nähe zu entdecken. Wenn man gerade eine Waffe benutzt, also z.B. die Schusskraft einer Bazooka einstellt, und die Rundenzeit abgelaufen ist, kann man nicht mehr schießen, was sehr nervig ist. Außerdem hat das Spiel mit mehreren kleineren Bugs zu kämpfen. Trotzdem meine Empfehlung: Alle Worms- und Shooterfans sollten sich diesen Mod nicht entgehen lassen.

WormsHL Beta 2.0: Die Neuerungen

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